Harald H.
Harald H.
aus 90425 Nürnberg, Deutschland
imkert seit 2017

Das Gesamtkunstwerk Bien und wie es über das ganze Jahr zusammenwirkt. Als "Neuimker" werde ich immer wieder überrascht wie sich diese Lebensform an geänderte Situationen anpasst; oft ganz anders als man es (Laut Fachbüchern) erwartet.

Unterstützt von
Der neue lo%cc%88we der bayerischen
Imker

Hallo! Ich bin Harald

Ich betreue ein Bienenvolk seit 2017
Über mich

Stell dich doch kurz vor!

2014 hatte ich erstmals mit Bienen auf einem Schnupperkurs Kontakt. Ich hätte wohl bereits damals angefangen zu imkern, hätte nicht meine Tochter panische Angst vor Bienen, da sie allergisch reagiert. Da meine Tochter inzwischen auf "eigenen Füßen" steht, konnte ich (nach einem Gespräch mit den Nachbarn) in unserem kleinen Reihenhausgarten 2017 mit einem Jungvolk beginnen - und habe Spaß daran. Ich imkere auf Dadant

Wieso imkerst du?

Um das Überleben der Bienen zu sichern (Varoa). Aus Spaß an der Beobachtung der Bienen in meinem Garten und weil durch sie der Obstertrag in meinem und in den Nachbarsgärten steigt. Der Honigertrag ist mir weniger wichtig. Ist für mich also ein reines Hobby.

Schule, Pate oder Selbststudium – wie hast du das Imkern erlernt?

Ich habe 2 Kurse bei einem Bioimker gemacht, von dem ich auch mein Volk gekauft habe. Bei imkerlichen Fragen, hilft er mir immer weiter. Ansonsten bin ich Autodidakt.

Interview

Welche ist die größte Herausforderung für ImkerInnen?

Das Volk durch den Winter bringen

Was lernen ImkerInnen genau?

Respekt vor der Natur

Wie hat sich deine Sicht auf die Natur geändert seit du ImkerIn bist?

Mehr nachhaltig leben und biologisch kaufen

Wie nutzt du Vereine und wie ist der Zusammenhalt?

nein

Was kostet der Start in die Imkerei und was der laufende Betrieb?

400,- Euro

Kannst bzw. möchtest du von der Imkerei leben?

nein

Es gibt die Sorge, dass die Honigbienen Wildbienen vertreiben. Wie siehst du das?

halte auch parallel Wildbienen über Insektenhotels. Habe noch keine "ausrottende" Konkurrenz sondern friedliche Koexistenz beobachtet.

Ältere ImkerInnen sollen angeblich ungern ihr Wissen teilen. Was denkst du darüber?

mein "Pate" teilt sein Wissen.

Sind Bienen das anstrengendste oder betreuungsintensivste Haustier?

nein. Alles in allem hält sich der aufwand für wenige Völker die nahe am Wohnort stehen in Grenzen.

Die Anzahl der ImkerInnen steigt. Die Anzahl der Bienenvölker nicht. Was ist deiner Meinung nach der Grund?

Viele Jungimker wie ich sind nicht auf Ertrag aus und haben daher nur wenig (1-4) Völker. Erfahrene Imker (mit vielen Völkern) hören altersbedingt auf.

Was unterscheidet die neue Imkergeneration von der alten?

Nicht auf Ertag aus, sondern an der biologischen Haltung von Bienen

Wie viel sollte ein Kilo Honig deiner Meinung nach kosten?

15,-€ - 20€

Gibt es ein Bienensterben oder nicht? Begründe bitte deine Meinung.

Ja auf jeden Fall Durch die Varoamilbe einerseit und vorallem durch die Monokulturen und Unkrautvernichtungsmittel in der Landwirtschaft, besonders beim Mais.

Ist der/die ImkerIn der größte Feind der Bienen?

so ein Unfug

Frage 3 ImkerInnen, bekomme 4 Antworten. Wieso ist das so in der Imkerei?

???

Wie sieht sinnvoller Bienenschutz aus?

Weg von der Monokultur, Wiesen zwischen Agrarflächen, weniger Unkrautvernichtungsmittel und Entwicklung varoaresistenter Bienen.

Was empfiehlst du ImkerInnen, die neu beginnen?

Einführungskurse und einen Paten

Was denkst du über Hektar Nektar?

bin neu hier (;-))

Meine Aktivitäten

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Jul 2020
Schwarm gefangen und Frühjahrshonig

Ende Mai wurde ich - Homeoffice sei Dank - gegen Mittag auf einen Schwarm in der Nähe meines Grundstücks aufmerksam. Der Schwarm hing an einem Zweig 1,5 Meter über dem Boden. Da ich noch leere Beuten hatte, habe ich eine davon direkt unter den Zweig gestellt, geöffnet und mit einem großen Ruck den Schwarm in die Beute geschüttelt. Ich habe offensichtlich die Königin erwischt, denn nach und nach wanderten die Restbienen zum geöffneten Flugloch hinein. Ein wirklich spannendes Erlebnis. Der erste Schwarm für mich. Den Schwarm habe ich mit 2kg Zuckerwasser gefüttert und ich behandelte ihn 2 Tage später erstmals mit Milchsäure. Seit dem wöchentlich. Der Schwarm hat sich gut entwickelt. Meine anderen Völker hatten ein bisschen Frühjahrshonig. Da ich selbst keine Honigschleuder habe, war es etwas schwierig in Coronazeiten einen Imker zu finden, der mich "mitschleudern" lässt. Glück gehabt. Kurz vor Pfingsten war es soweit. 9 Kg Honig aus 2 Wirtschaftsvölkern + 1 Flugling. Ich habe auch versucht diesen zu Rühren. Leider habe ich als Anfänger wohl noch einiges dabei falsch gemacht. Anfangs war der Honig zwar cremig. Nach 2 Tagen im Glas jedoch wieder flüssig. Naja nächstes Mal geht`s besser. Ich habe wohl zu früh angefangen zu Rühren. Auf dem Bild kann man übrigens unseren Solarbrunnen im Garten sehen. Er wird in diesem Jahr sehr gerne als Bienentränke genutzt.

Bienenstock5
Mai 2020
Flugling bilden

Seit März habe ich Honigräume aufgesetzt und Baurahmen eingesetzt. Mitte April habe ich die aus beiden Völkern einen ersten Drohnenbaurahmen entfernt und entsorgt. Seit April kontrolliere ich jede Woche ob in meinen beiden Völkern auf Dadant Schwarmstimmung herrscht. Bereits Ende April hatte ein inzwischen sehr starkes Volk Weiselzellen angesetzt. Beim ersten Check habe ich die Weiselzellen gebrochen. Das zweite Volk war nicht in Schwarmstellung. Eine Woche später, waren dann im ersten Volk in Schwarmstimmung an 3 Rahmen mehrere gut ausgebildete Weiselzellen in fortgeschrittenem Zustand. Es musste also etwas passieren. Nach Einlesen in 4 Fachbüchern und in "Bienen&Natur" habe ich mich entschieden einen Flugling zu bilden und diesen am gleichen Standort zu belassen. Ich habe Boden mit Flugloch des starken Volkes am gewohnten Platz belassen. Rest (Beute mit Volk) habe ich 2 Meter auf eine neue Bodenplatte mit Flugloch versetzt. Auf dem alten Bodenbrett habe ich die neue leere Beute angebracht. Aus dem starken Volk habe ich einen Rahmen mit 3 gut ausgebildeten Weiselzellen mit Bienen entnommen und in die leere Beute verbracht. Als Futter habe ich den bereits gefüllten Honigraum mit aufsitzenden Bienen des starken Volkes aufgesetzt. Spannend war zu beobachten, dass tatsächlich die Flugbienen des starken Volkes alle in ihr altes Flugloch flogen und so den Flugling verstärkten. Inzwischen sind 1,5 Wochen vergangen und das Restvolk hat inzwischen erste Flugbienen ausgebildet. Es sieht so aus, als ob alles gut funktioniert. Um die Jungkönigin nicht zu gefährden, warte ich bewusst bis Ende Mai bevor ich per Durchsicht kläre ob Flugling und Restvolk frische Brut aufweisen. Ich fand das Ganze sehr spannend.

Durchschau3
Dez 2019
... und noch ein letztes Mal für 2019 Varroa

Im Dezember war nun wirklich gar nichts mehr los. Auch mit dem Ohr an der Beute konnte ich kaum Aktivität feststellen. Da kam mir die letzte Behandlung gegen Varroa in 2019 mit Oxalsäure gerade recht. Am 8.12 habe ich die Beuten kurz geöffnet und wie üblich mit einer handelsüblichen Spritze ca. 25 ml pro Volk beträufelt. Ich hoffe das reicht um die Varroa in den Griff zu bekommen. Beide Völker waren in der Wintertraube und wurden natürlich kurz gestört. Die Völker wirken groß genug um zu überleben. Ich hoffe der Eindruck täuscht nicht. Und nun schöne Feiertage und einen guten Rutsch in ein bienengünstiges Jahr 2020

Unbenannt %2825 von 62%29
Nov 2019
Varroa noch immer stark

Jetzt im November ist es eigentlich ruhig im Bien, auch wenn bei dem milden Wetter noch Flug festzustellen ist. Leider musste ich feststellen, dass noch immer Varroa vorhanden ist. Also habe ich bereits 2 Mal mit Milchsäure nachbehandelt. Zusätzlich habe ich, nicht mit Honig oder Brut belegte Rähmchen entfernt und ein bisschen eingeengt. Der eingelagerte Honig sollte zur Überwinterung reichen. Bis zum ersten Frost lasse ich das Bien nun ruhen. Im Dezember erfolgt dann die allerletzte Behandlung gegen Varroa für dieses Jahr.

Gelb mit biene
Sep 2019
Flugling bilden

Seit März habe ich Honigräume aufgesetzt und Baurahmen eingesetzt. Mitte April habe ich die aus beiden Völkern einen ersten Drohnenbaurahmen entfernt und entsorgt. Seit April kontrolliere ich jede Woche ob in meinen beiden Völkern auf Dadant Schwarmstimmung herrscht. Bereits Ende April hatte ein inzwischen sehr starkes Volk Weiselzellen angesetzt. Beim ersten Check habe ich die Weiselzellen gebrochen. Das zweite Volk war nicht in Schwarmstellung. Eine Woche später, waren dann im ersten Volk in Schwarmstimmung an 3 Rahmen mehrere gut ausgebildete Weiselzellen in fortgeschrittenem Zustand. Es musste also etwas passieren. Nach Einlesen in 4 Fachbüchern und in "Bienen&Natur" habe ich mich entschieden einen Flugling zu bilden und diesen am gleichen Standort zu belassen. Ich habe Boden mit Flugloch des starken Volkes am gewohnten Platz belassen. Rest (Beute mit Volk) habe ich 2 Meter auf eine neue Bodenplatte mit Flugloch versetzt. Auf dem alten Bodenbrett habe ich die neue leere Beute angebracht. Aus dem starken Volk habe ich einen Rahmen mit 3 gut ausgebildeten Weiselzellen mit Bienen entnommen und in die leere Beute verbracht. Als Futter habe ich den bereits gefüllten Honigraum mit aufsitzenden Bienen des starken Volkes aufgesetzt. Spannend war zu beobachten, dass tatsächlich die Flugbienen des starken Volkes alle in ihr altes Flugloch flogen und so den Flugling verstärkten. Inzwischen sind 1,5 Wochen vergangen und das Restvolk hat inzwischen erste Flugbienen ausgebildet. Es sieht so aus, als ob alles gut funktioniert. Um die Jungkönigin nicht zu gefährden, warte ich bewusst bis Ende Mai bevor ich per Durchsicht kläre ob Flugling und Restvolk frische Brut aufweisen. Ich fand das Ganze sehr spannend.

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