
Nadine Baustaedt
“Mich fasziniert die Verteilung der Aufgaben im Stock, die Kommunikation der einzelnen Bienenwesen miteinander über Pheromone und den Bienentanz, die Veränderungen, die im Stock im Jahresverlauf veränderlich sind, dass kein Volk dem anderen gleicht und man seine Handlungen individuell anpassen muss. ..Ist schwer, es in ein paar Zeilen zu pressen ;)”
Was mich am Imkern begeistert
DIe Imkerei ist eine große Herausforderung mit mannigfaltigen Verhaltensmöglichkeiten des Imkers. Die Abwegung der möglichen Handlungsoptionen und das ständige Hinterfragen, ob man die richtige Wahl getroffen hat, empfinde ich als die größte Herausforderung. Was mir sehr gut gefällt ist, dass man die Natur, sein Umfeld, den eigenen Garten mit anderen Augen betrachtet. Man achtet allgemein viel mehr auf Insektenfreundlichkeit und dies ist nicht auf die Honigbiene beschrenkt. Man achtet darauf, wie sich die Natur im Jahresverlauf ändert und welche Veränderungen es zu früheren Jahren gibt. Ich habe meine vier Stöcke bisher bei mir auf der Garage (sie werden aber jetzt, wo die Kinder etwas größer geworden sind in den Garten ziehen), so sind sie für die gesamte Straße einsehbar. Die Nachbarn haben wir von Anfang an mit eingebunden und das Interesse war rießig groß. Ich finde, ein großer Vorteil am Halten der Bienen im Wohngebiet ist, dass man mit seinen Nachbarn ganz ungezwungen in Gespräch kommt, alle die Bienen irgendwie als zu sich zugehörig empfinden und anfangen vermehrt auf Bienen- und Insektenfreundliche Bepflanzung im eigenen Garten zu achten. Ich habe das Gefühlt ich betreibe Umweltaufklärung ganz nebenbei und die Bereitschaft sich mit dem Themen wie Insektenschutz und auch dessen Notwendigkeit zu befassen steigt. AUsserdem finde ich es wunderbar die Bienenprodukte weiterzu verarbeiten...
Mein Weg zur Imkerei
Mein Name ist Nadine Baustaedt, ich bin 46 Jahre und Lehrerin für Biologie und Chemie in einem Gymnasium in Ludwigshafen. Zu den Bienenund habe ich in meinem Referendariat eine Einheit gemacht und in der Vorbereitung das Buch "Aus dem Leben der Bienen" von Karl von Frisch gelesen. Da hat es mich gepackt und ich bin nicht mehr von losgekommen. Bis ich allerdings dann mit dem Halten von Bienen begonnen habe hat es noch einige Jahre gedauert. Immer mal wieder habe ich mit meinem Mann das Thema angesprochen, es aber nicht ernsthaft ins Auge gefasst, da die Anfangsinvestitionen dies auch nicht zulassen. Erst, als unsere Kinder etwas größer wurden, habe ich es umgesetzt. Ich habe mit einem Volk begonnen, aber musste sehr schnell feststellen, dass man mit nur einem Volk viel zu wenig Handlungsoptionen hat. Weshalb ich nun 5 Stöcke habe...und dieses Jahr anfangen möchte Königinnen zu ziehen (finde ich als Bio-Lehrerin sehr spannend!), in meiner Schule habe ich vor 2 Jahren eine Schulimkerei gegründet. Seit drei Jahr biete ich für die Klassenstufe 5-7 Klassenstufen 5-7 ein Projekt zum Thema Honigbiene an. Dort erfährt der evtl. Machwuchs für die Schulimkerei ganz viel zum Körperbau und der Lebensweise der Honigbiene, sowie den Veränderungen im Stock über das Jahr. Wir verwenden Bienenprodukte um Bienenwachstücher und Lippenpflege herzustellen und gießen Kerzen aus Bienenwachs. Ein Highlight ist das Honigschleudern einer Honigzarge. Das Interesse war riesig, nicht nur von den Teilnehmer*innen des Projekts, auch von den anderen Schüler*innen und der Lehrerschaft. Ich selbst imkere zuhause seid 2019.
Betriebsweise
Bienenvölker
1-5 Völker
Rähmchenmaß
Dadant
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Aktuell
Imker seit
2019
(7 Jahre Erfahrung)